Bildungsurlaub – wie geil ist das denn?!😎

Schon mal was vom Bildungsfreistellungsgesetz (BFG) oder Bildungsurlaub gehört?đŸ€” Nein?đŸ€·â€â™‚ïžđŸ€·â€â™€ïž Dann geht es dir genauso wie der ĂŒberwĂ€ltigenden Mehrheit aller Arbeitnehmer*innen in Deutschland und Rheinland-Pfalz. Nur jeder 50. BeschĂ€ftigte nimmt seinen Anspruch auf Bildungsurlaub auch wirklich wahr. Dabei mĂŒsste eigentlich jeder davon wissen – ist nĂ€mlich ’ne extrem coole Sache! Wie cool, das erfĂ€hrst du in diesem Artikel…

In Deutschland hat prinzipiell jede/r Arbeitnehmer*in (außer in Bayern und Sachsen) das Recht, sich jedes Jahr fĂŒr 5 Tage bzw. fĂŒr 10 Tage in zwei Jahren von seinem Arbeitgeber bei VOLLER LOHNFORTZAHLUNG zusĂ€tzlich zum normalen Jahresurlaub fĂŒr einen Bildungsurlaub freistellen zu lassen. Was aber ist ein Bildungsurlaub?

FĂŒr ’ne Woche mit dem Buch im Schoß privat ab in die Karibik zu fliegen zĂ€hlt hier zwar leider nicht, in Rheinland-Pfalz kann man sich aber bspw. selbst als Azubi fĂŒr anerkannte Angebote aus der politischen Bildung (auch im Ausland) freistellen lassen. ☝Arbeitnehmer*innen, welche sich nicht mehr in der Ausbildung befinden, können diesen Anspruch sogar fĂŒr ihre berufliche Weiterbildung geltend machen. Hier findest du eine Liste mit einer Vielzahl der anerkannten Angebote in Rheinland-Pfalz.

Wenn du und dein Betrieb folgende Anforderungen erfĂŒllt, hast auch DU einen Anspruch auf Bildungsurlaub:

  • Du bist schon mindestens 6 Monate in deinem Betrieb beschĂ€ftigt
  • Dein Betrieb hat mindestens 6 BeschĂ€ftigte

Wie kannst du einen Antrag stellen und was musst du beachten?

  • Wenn du dich fĂŒr ein Angebot entschieden hast, musst du bei deinem Arbeitgeber mindestens 6 Wochen vor Kursbeginn einen Antrag auf Bildungsurlaub stellen. Das Antragsformular findest du hier: Antrag_auf_Bildungsfreistellung
  • Dein Arbeitgeber muss dir dann 3 Wochen vor Kursbeginn geantwortet haben, ob er den Antrag bewilligt oder nicht. Theoretisch kann dein Antrag einmalig aus zwingenden betrieblichen oder dienstlichen GrĂŒnden abgelehnt werden. In diesem Fall muss dein Arbeitgeber dies aber schriftlich begrĂŒnden und dein Betriebs- oder Personalrat muss vorher an dieser Entscheidung beteiligt werden. Sollte dein Antrag abgelehnt werden, wird dein Anspruch dann jedoch auf den nĂ€chsten Zweijahreszeitraum ĂŒbertragen. Stellst du dann erneut einen Antrag, darf er nicht mehr abgelehnt werden. NĂ€here Infos dazu findest du hier:
    2016_Wie_mache_ich_meine_Bildungsfreistellung_geltend
    Erlaeuterungen_fuer_Beschaeftigte__Stand_Mai19_

Kleiner Tipp: Um deinen Arbeitgeber möglichst mit ins Boot zu holen und ihm das Leben so einfach wie möglich zu machen, mache es ihm so leicht wie möglich und stelle ihm bereits von dir aus Informationen zu dem Prozedere zur VerfĂŒgung. Oft wissen nĂ€mlich auch die Arbeitgeber nicht so recht, was ihre Rechte und Pflichten sind. So kann sich dein Arbeitgeber beispielsweise auch pauschal einen Anteil deiner Lohnfortzahlung vom Weiterbildungsministerium zurĂŒckerstatten lassen, sodass sich die Kosten deines Arbeitgebers in Grenzen halten. Den Antrag kannst du dir hier zusammen mit weiteren Informationen fĂŒr deinen Arbeitgeber direkt ausdrucken und deinem Arbeitgeber schon mit dem Antrag mit vorlegen:
2019_08_22_DE_Antrag_auf_pauschalierte_Erstattung
2016_DE_Antrag_auf_Auszahlung_der_Erstattung
Der_Weg_zur_Erstattung_fuer_Arbeitgeber
Erlaeuterungen_fuer_Arbeitgeber__Stand_Mai19_
Fragebogen_zur_Unternehmensstruktur

Ein cooles Angebot zum Thema „Ökologische Nachhaltigkeit“, welches sich explizit an Jugendliche und junge Erwachsene (19-25 Jahre) richtet, mit Spaß verbunden ist und fĂŒr das ihr Bildungsurlaub beantragen könnt (bitte die Frist beachten), findet ihr hier. 🌍