Inklusion

Inklusion – Was heißt das eigentlich?
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch – egal welches Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Religion, Nationalität, er hat und völlig egal, ob er behindert ist oder nicht – ganz natürlich dazu gehört und genauso an der Gesellschaft teilhaben kann wie jeder andere auch. Zum Beispiel: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in der Schule. Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: Das ist Inklusion.

Inklusion ist ein Menschenrecht
Wusstest du, dass Inklusion sogar offiziell ein Menschenrecht ist? In der UN-Behindertenrechtskonvention, die 2006 verabschiedet wurde, ist das Recht auf Inklusion festgeschrieben. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Vertrag, den außer Deutschland zurzeit noch 170 weitere Nationen unterschrieben und sich somit zu den Zielen dieser Konvention bekannt haben. Doch Deutschland und die anderen Länder müssen noch sehr viel dafür tun, damit der Vertrag eingehalten wird.

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Was sind die Kernpunkte der UN-Behindertenrechtskonvention?
Die Länder, welche die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben haben, bekennen sich zu folgenden Zielen:

  • Barrieren abschaffen: In Städten, Gebäuden und bei Transportmitteln, im Internet und in der Sprache
    • Durch behindertengerechte Räume, barrierefreie Internetseiten und die Etablierung von Gebärdensprache, Blindenschrift und Leichter Sprache
  • Selbstbestimmtes Lernen ermöglichen: Keine Eingriffe in persönliche Rechte und Menschenrechte; keine Entmündigungen oder Ausgrenzung von der Gemeinschaft
    • Durch freie Wahl von Wohnart und -ort, Unterstützungsangebote und Assistenzen für ein selbstbestimmtes Leben.
  • Gleiches Recht für alle:
    • Recht auf Bildung und Erziehung – in einer Schule mit Kindern mit und ohne Behinderung
    • Recht auf Arbeit – Menschen mit Behinderung verdienen ihren Lebensunterhalt selbst, in einem offenen, zugänglichen und inklusiven ersten Arbeitsmarkt.

Gibt es positive Beispiele dafür, dass gelungene Inklusion funktionieren kann?
Ja, in den skandinavischen Ländern wie Schweden ist das Bildungssystem beispielsweise schon seit Jahren auf Inklusion ausgerichtet. So besuchen bspw. alle Schüler*innen – ob mit oder ohne Behinderung – die gleiche Grundschule. Es gilt das Prinzip: „Wenn das Kind ein Handicap hat, dann muss die Schule dafür sorgen, dass es trotzdem in diese Schule gehen kann“. Einen Artikel zur Inklusion in Schweden findet ihr unter diesem Link: https://www.sueddeutsche.de/bildung/inklusion-in-schweden-wir-zeigen-unseren-schuelern-wie-die-gesellschaft-ist-1.2313420 .

Ein Beispiel dafür, wie Inklusion auf der Arbeit aussehen kann, könnt ihr euch in folgendem Youtube-Video angucken:

Ein Paradebeispiel für Inklusion im Sport ist bspw. die Sportart Blindenfußball. Falls ihr mehr zu dem spannenden Thema Blindenfußball erfahren wollt, klickt hier: Blindenfußball

Wie kann Inklusion funktionieren?
Nur wenn ganz viele Menschen mitmachen, kann Inklusion wirklich funktionieren. Jeder kann dabei helfen: Zum Beispiel in der Schule, im Sportverein, im Job, in der Freizeit, in der Familie. Je mehr wir über Inklusion wissen, desto weniger Angst haben wir davor. Keiner sagt dann mehr: Das geht nicht.

Schon gewusst…?!? – Facts2Go rund um Inklusion

  • …dass allein in Deutschland ca. 10,2 Millionen Menschen mit Behinderung leben? Das sind ca. 13 % (!!!) der Gesamtbevölkerung!
  • …weltweit rund eine Milliarde Menschen mit Behinderung leben? Das sind ca. 15% der Weltbevölkerung. Damit stellen sie die größte Minderheit auf der Erde dar.
  • (…dass Inklusion ein Menschenrecht ist? In der UN-Behindertenrechtskonvention aus dem Jahre 2006 haben sich mehr als 170 Ländern zur Inklusion bekannt)

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